So begann die großkonzernfreie Pelletsherstellung von Dorr-Biomassehof

Im Jahr 2008 errichteten die Holzwerke Pröbstl auf ihrem Gelände in Asch bei Landsberg das Pelletswerk. Aus den Sägespänen des letzten mittelständischen Großsägewerks Bayerns presste man hochwertige Pellets, die im Allgäu in erster Linie der Biomassehof in Kempten sehr gut verkaufte. Der Biomassehof ist eine Genossenschaft von Waldbesitzern, mittelständischen Unternehmen und Privatpersonen. Seine hervorragenden Pellets vom Werk in Asch trugen unter dem Label „Firestixx“ maßgeblich dazu bei im Allgäu den guten Ruf dieser Handelsmarke zu begründen.

Doch Firestixx wurde 2011 von German Pellets übernommen. Der international agierende Großkonzern hat in Deutschland mittlerweile bei Holzpellets über die Hälfte des Handels und der Produktionskapazität vereinnahmt. Als auch das Pelletswerk in Asch aufgekauft werden sollte, entschied der Biomassehof es selbst zu betreiben. Er wollte unabhängig bleiben. So wurde der Pelletshändler Biomassehof Allgäu ein Pelletsproduzent.

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Zwei solide Gesellschafter tragen nun das Pelletswerk von Dorr-Biomassehof

Da Werksankauf schnell gehen musste, holte sich der Biomassehof Allgäu mit dem Entsorgungsunternehmen Dorr aus Kempten einen starken Partner mit ins Boot.

Auf Augenhöhe gründete man 2012 die Dorr-Biomassehof GmbH & Co. KG. Mit dem Pelletswerk übernahm die Dorr-Biomassehof GmbH & Co. KG die eingespielte siebenköpfige Belegschaft. Sie produziert in drei Schichten rund um die Uhr zwischen 50 und 53 Tausend Tonnen Pellets im Jahr – genug, um ungefähr 13.000 Einfamilienhäuser mit nachhaltiger Wärme zu beheizen. Die Dorr-Biomassehof GmbH & Co. KG beteiligte sich zudem am angrenzenden Sägewerk Pröbstl, um sich einen wichtigen Sägespänen-Lieferanten für das Pelletswerk Dorr-Biomassehof zu sichern.

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Dorr-Biomassehof: Pelletsdirektverkauf und Pelletsheizerbeteiligung

Seit 2014 forciert Dorr-Biomassehof den direkten Werksverkauf seiner Pellets im Umkreis von 100 Kilometer. Da jedes Umladen in einer Zwischenhandelskette zu Pelletsbruch führt, kommen die Pellets direkt vom Werk nicht nur staubärmer bei den Kunden an. Der kürzeste Lieferweg ist auch am umweltfreundlichsten. Und die Kunden erhalten Qualitäts-Pellets die auch garantiert in ihrer Region hergestellt wurden.

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Seit 2014 nehmen auch Pelletsheizer Ihre Versorgungssicherheit selbst in die Hand. Mit einer Beteiligung am Pelletswerk in Asch erhalten sie mit einen Einkaufsrabatt von fünf Prozent zuverlässig Pellets aus Ihrer Region. Die ursprüngliche Idee „Bürgerpellets“, die vorsah das Pelletswerk in Asch als Genossenschaft von Pelletsheizern zu betreiben, wird somit Stück für Stück Wirklichkeit.