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(01/2016)

GELDANLAGE Pellets: Wie sicher ist das noch?

Derzeit gerät eine „Geldanlage mit Pellets“ in negative Schlagzeilen. Über 10.000 Klein- und Privatanleger finanzierten mit Mittelstandsanleihen und Genussscheine den Aufstieg von German Pellets zum wohl weltweit größten Pellethersteller. Nun ist der Pellet-Riese pleite. Das Geld der Anleger dürfte wohl völlig verbrannt sein. Wie sicher wäre dagegen eine Beteiligung am Pelletswerk Dorr-Biomassehof? Und was haben Anleger davon?

Sicher in Pellets investieren

„Wir bieten Ihnen als Pelletsheizer eine Genossenschafts-Beteiligung. Diese ist nicht wie eine Unternehmensanleihe oder eine Aktie an Börsen handelbar. Und somit auch nicht wilden Finanzspekulationen ausgesetzt. Wir versprechen auch keine Traumrenditen. Pelletskäufer, die bei uns Genossenschafts-Mitglied werden, erhalten einen Einkaufsrabatt von fünf Prozent. Damit verzinst sich eine Anlage attraktiver als eine Festgeldanlage.“
Peter Schweinberg, Vorstand der Biomassehof Allgäu eG

 

Beteiligung Pelletswerk: 5 Antworten zu den 5 wichtigsten Fragen

1. Gehört mir als Genossenschafts-Mitglied der Biomassehof Allgäu eG das ganze Pelletswerk?

Nein. Sie sind zusammen mit den anderen Genossenschafts-Mitglieder Eigentümer des Biomassehofs Allgäu. Dieser ist eine Genossenschaft von Holzheizern, Waldbesitzern und Unternehmen aus der Region. Ihm gehört zur Hälfte das Pelletswerk. Neben dem Biomassehof ist auch das Unternehmen Dorr aus Kempten Pelletswerk-Gesellschafter. Dorr ist einer der größten Abfallentsorger Süddeutschlands.

2. Wird mein Anlagebetrag dafür verwendet Schulden zu tilgen?

Nein. Als Genossenschaft finanziert sich der Biomassehof Allgäu überwiegend mit Eigenkapital, das die Mitglieder einbringen sowie aus dem laufenden Geschäftsbetrieb. Mit einer Eigenkapitalquote von 70 Prozent hat die Biomassehof Allgäu eG kaum Fremdkapitalkosten. Da Mitglieder des Biomassehofs Eigentümer und Kapitalgeber sind, gibt es keine mitgliederfremden Kapitalinteressen.

3. Ist mein Biomassehof-Genossenschaftsanteil handelbar? Kann ich mein Geld einfach wieder rausziehen?

Jein. Ein Biomassehof-Anteil ist eine langfristige Unternehmensanlage. Kündigen Sie als Anleger, schützt eine 24-monatige Kündigungsfrist alle anderen Anleger davor, dass plötzlich Kapital abgezogen und zurück erstattet wird. Anders als bei einer Aktie oder eine Anleihe kann ein Biomassehof-Anteil nicht am freien Markt veräußert werden. Das schützt den Wert Ihrer Anlage vor spekulativen Über- und Untertreibungen. Stimmt der Genossenschafts-Vorstand zu, können Sie aber vor Ablauf der Kündigungsfrist Ihren Anteil an andere Mitglieder veräußern.

4. Was sind meine Risiken?

Bei Insolvenz des Pelletswerks schultern beide Gesellschafter die Verluste. Das Risiko besteht demnach allein in einer Insolvenz des Biomassehofs. Hier haften Mitglieder nur mit ihrer Einlage für die Beteiligung. Es besteht keine weitere Nachschusspflicht.

5. Welche Vorteile habe ich als Pelletsheizer?