Tipps

(03/2016)

Ärger Pellet-Beschwerde: Keiner war’s!

Aufpreis für sechs Tonnen Pellets: 500 Euro für eine ergebnislose Reklamation? Achten Sie unbedingt bei Ihrer Pellet-Bestellung auf erstklassige Qualität. Sonst können „günstige“ Pellets teuer werden. Und Sie sich bei einer Beschwerde viel Ärger einhandeln. Die folgende Geschichte ist mir, nachdem ich vor zwei Jahren meinen alten Öl- gegen einen Pelletkessel ersetzt hatte, passiert. Was ich damals nicht wusste: Sollten Sie wie ich bei Ihrer Reklamation in einem „Bermudadreieck“ aus Hersteller-Händler-Heizungsbauer abstürzen, unterstützt Sie der Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands e.V. (DEPV). Sie sollten aber eine ENplus-zertifizierte Pelletslieferung getankt haben.

 

Hersteller-Händler-Heizungsbauer: Im Bermudadreieck der Reklamation – ein Bericht

Staub, Asche und ein fluchender Heizungsbauer

Bereits nach zweimonatigem Kesselbetrieb hatte ein Aschekegel das Sichtfenster zugesetzt. Die Ascheklumpen in der Lade waren zum Teil feuerzeuggroß. Vier Monate später stand die Anlage still. Im Lager zeigten sich auffallend große Staubnester. Es war kein Vergnügen mit einem fluchenden Heizungsbauer im noch zu einem Viertel gefüllten V-Bunker die staubverstopfte Absaugung freizuschaufeln. So wenn bei jeder Schippe die Hälfte der Pellets wieder zurückrieselt.

Reklamation: Kann eine Beschwerde viele Ursachen haben, war’s keiner

Lag es nun an den Pellets? Der Produktionsleiter des niederbayerischen Werks, nahm in meinem Bunker selbst Proben. Er war sich absolut sicher, dass die Lambdasonde des Kessels zu viele Pellets nachschiebe. Auch hätte der Heizungsbauer die Prallschutzmatte im Bunker falsch fixiert. Dieser hielt dagegen, die Pellets würden einfach nur zu stark aschen. Der Produktionsleiter eines anderen Werks, dem ich schließlich eine Probe zeigte, befand die Pellets als zu grobfasrig und merkwürdig in Bruchverhalten.

Über 500 Euro für ergebnislose Reklamation und Fehlerbehebung

Viele Telefonate, unter anderem mit dem österreichischen Kesselfabrikanten, dessen Kundendienst schließlich keinen Fehler bei der Anlage fand, kosteten 10 Euro. Zwei zusätzliche Reinigungen des Kessels und der Absauganlage 350 Euro. Das Institut, das die Pellets untersuchte und wie der Pellethersteller feststellte, dass sich die Pellets absolut im Rahmen der ENplus-Norm bewegen, verlangte 196 Euro.

Kostenfrei war in meinem Urlaub nur ein unverhoffter Anruf: Polizei, Feuerwehr und Kaminkehrer hatten sich Zugang zu meinem Haus verschafft. Dem Nachbarn beunruhigte der deutlich sichtbare Rauch aus dem Kamin. Die starke Veraschung hatte zur Notabschaltung des Kessels geführt.

ENplus ist offenbar nicht ENplus

Es war nicht auszuschließen, dass die Pellets von dem ENplus-zertifizierten Händler mit zu hohem Druck eingeblasen oder aber bei der Verladung nicht richtig entstaubt wurden. Auf alle Fälle waren sie offenkundig nicht erstklassig. Mein Heizungsbauer berichtete, dass Ware vom gleichen Werk in diesem Jahr auch in anderen Anlagen stark aschen würde. Vermutlich hatten die Pellets einen hohen Rinden- und Presshilfsmittelanteil. Es zeigte sich, dass die ENplus-Norm für Pellets, die einen Mindeststandard für reibungsloses Heizen etablierte, offenkundig Qualitätsschwankungen zulässt, die sich womöglich in Fehlerketten aufschaukeln können. Mit Pellets von einem anderen Hersteller und einem anderen Lieferanten läuft meine Anlage nun tadellos.

Gerald Härtlein 03/2014

 

„Bei Pellets muss wirklich alles perfekt stimmen. Lieferung, Einblasen und Qualität. So benoten uns unsere Kunden mit 'sehr gut'! Wie bieten erstklassige Pellets im oberen Bereich der ENplus-Norm. Und liefern ohne Handelsumschüttung direkt von unserem Werk bei Landsberg. So kommen die Pellets bruch- und staubärmer bei Ihnen an. Unsere Fahrer blasen dann die Pellets möglichst schonend mit einem Druck von 0,3 bis 0,5 bar ein, obwohl die ENplus-Norm mehr zulässt.“ Peter Schweinberg, Vorstand Dorr-Biomassehof.

„Bei Pellets muss wirklich alles perfekt stimmen. Lieferung, Einblasen und Qualität. So benoten uns unsere Kunden mit ’sehr gut‘! Wie bieten erstklassige Pellets im oberen Bereich der ENplus-Norm. Und liefern ohne Handelsumschüttung direkt von unserem Werk bei Landsberg. So kommen die Pellets bruch- und staubärmer bei Ihnen an. Unsere Fahrer blasen dann die Pellets möglichst schonend mit einem Druck von 0,3 bis 0,5 bar ein, obwohl die ENplus-Norm mehr zulässt.“ Peter Schweinberg, Vorstand Dorr-Biomassehof.

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